Kurz gesagt
Ehrlich gesagt: von Haus aus keiner. Jeder Fernseher, den du heute kaufst, ist ein Smart-TV. Er startet in einem Menü voller Apps, will ein Konto und Updates, und Einschalten heißt nicht mehr Fernsehen. Das lässt sich alles so einstellen, dass es wieder so einfach ist wie früher, aber genau diese Einrichtung ist der Punkt, an dem sich Hilfe lohnt. Beim Gerät selbst zählen Größe nach Sitzabstand, guter Ton und eine übersichtliche Fernbedienung, Panasonic hat da eine der besten.
Größe: der Sitzabstand entscheidet
Ein zu kleiner Fernseher zwingt zum Vorbeugen, ein zu großer zum Kopfdrehen. Die Faustregel für heutige hochauflösende Geräte: Sitzabstand in Zentimetern geteilt durch 1,5. Bei 2,5 Metern Abstand sind das etwa 165 Zentimeter Diagonale, also 65 Zoll. Bei 2 Metern 55 Zoll, bei 3 Metern eher 75 Zoll. Die meisten kaufen zu klein, weil das Gerät im Laden zwischen noch größeren steht.
Ton: das eigentliche Problem flacher Geräte
Je flacher der Fernseher, desto dünner der Ton. Sprache geht in Musik und Geräuschen unter, und die Lautstärke geht hoch, bis die Nachbarn klingeln. Drei Dinge helfen: ein Klarsprache- oder Dialog-Modus im Tonmenü, eine kleine Soundbar für 100 bis 200 €, oder ein Kopfhörer, der per Bluetooth oder Funk mit dem Gerät verbunden ist. Viele Hörgeräte lassen sich heute direkt mit dem Fernseher koppeln, das ist für Träger die beste Lösung.
Fernbedienung: eine, nicht drei
Das häufigste Ärgernis in unseren Terminen sind drei Fernbedienungen auf dem Tisch: eine für den Fernseher, eine für den Receiver, eine für die Soundbar. Moderne Geräte steuern sich über das HDMI-Kabel gegenseitig, das heißt HDMI-CEC und muss oft nur eingeschaltet werden. Danach reicht die Fernbedienung des Fernsehers für alles. Wenn die Originalfernbedienung zu klein oder zu voll ist, gibt es Ersatzfernbedienungen mit großen Tasten für etwa 20 €, die nur Ein, Aus, Lautstärke, Programm und Zahlen haben.
Empfang: Kabel, Satellit, Antenne oder Internet
Der Fernseher muss zum Anschluss passen. Bei Kabel oder Satellit hat jedes aktuelle Gerät den Empfänger eingebaut, ein separater Receiver ist nur noch für verschlüsselte Privatsender in HD nötig. Antennenfernsehen (DVB-T2 HD) funktioniert in der Vorderpfalz gut und braucht nur eine Zimmerantenne. Fernsehen über das Internet, etwa mit waipu.tv, Zattoo oder MagentaTV, braucht ein stabiles WLAN im Wohnzimmer, sonst ruckelt es genau dann, wenn die Tagesschau anfängt.
Smart-TV: warum kein Fernseher mehr einfach ist
Jeder Fernseher ist heute ein Smart-TV, ohne Ausnahme. Beim ersten Einschalten will er ins WLAN, verlangt ein Konto, lädt Updates und fragt nach Zustimmungen. Danach startet er nicht im Programm, sondern in einem Startmenü voller Apps und Empfehlungen, und der Weg zur Tagesschau führt über zwei oder drei Tasten. Genau daran scheitern die meisten Termine, zu denen wir gerufen werden: nicht am Gerät, sondern an diesem Menü.
Das lässt sich einstellen: Start direkt im laufenden Programm, Werbung und Empfehlungen aus, Sprachassistent aus, HbbTV aus, damit keine Einblendungen über das Bild laufen. Die Einstellungen liegen aber bei jedem Hersteller woanders und heißen jedes Jahr anders. Wer das einmal mit jemandem zusammen macht, hat Ruhe. Wer es allein probiert, sitzt gern einen Abend davor.
Eine Marke empfehlen wir nicht pauschal, wir verkaufen keine Geräte. Bei der Fernbedienung hat Panasonic aus unserer Erfahrung eine der übersichtlichsten: große Tasten, klare Beschriftung, wenig Schnickschnack. Entscheidend bleibt, dass Bild, Ton und Menü vor Ort passen, deshalb ist die Kaufberatung bei uns kostenlos und unabhängig.
Die Einrichtung macht den Unterschied
Ein gut eingerichteter Fernseher hat die Sender in der gewohnten Reihenfolge (Das Erste, ZDF, das Dritte, dann der Rest), eine Favoritenliste mit den zehn wichtigsten, Untertitel auf Knopfdruck, eine begrenzte Maximallautstärke und eine große Menüschrift. Das automatische Abschalten nach vier Stunden ohne Tastendruck stellt man aus, sonst geht der Fernseher mitten im Film in den Standby.